Folge 8: Der Business Case Inklusion: Warum Vielfalt Unternehmen stärker macht

Shownotes

In dieser Folge

In dieser Episode von Sustainable ImpACT spricht Maximilian Augustin mit Anna Herzog‑Lauks, Solutions Lead bei myAbility Social Enterprise GmbH, über die Bedeutung von Inklusion als strategischem Erfolgsfaktor für Unternehmen. Im Gespräch geht es darum, wie myAbility Organisationen auf ihrem Weg zu mehr Barrierefreiheit begleitet, welche Tools wie der Key Inclusion Assessment echte Veränderungen ermöglichen und warum Inklusion weit mehr ist als ein soziales Anliegen – nämlich ein klarer wirtschaftlicher Vorteil. Zudem beleuchten wir Herausforderungen, Best Practices, konkrete Projekte sowie die Frage, wie eine inklusive Unternehmenskultur entsteht und nachhaltig wirkt.

Zu Gast

🎙 Anna Herzog‑Lauks – Solutions Lead, myAbility Social Enterprise GmbH

Themen dieser Episode

Unternehmensvorstellung & Verständnis von Inklusion: Welche Rolle Inklusion im Alltag von myAbility spielt Werte & Motivation: Warum Inklusion zu einem zentralen Thema wurde Erste Schritte & Herausforderungen: Wie Unternehmen beim Start unterstützt werden und welche Hürden es gibt Zentrale Tools & Maßnahmen: Key Inclusion Assessment, barrierefreie Tests & praxisbewährte Werkzeuge Erfolgsprojekte: Beispiele aus der Arbeit von myAbility Kooperation mit respACT: Nutzen des Factsheets „Business Case Inklusion“ & Mehrwert des Netzwerks Wirtschaftliche Relevanz: Warum Inklusion Teams stärkt, Innovation fördert und Kosten reduziert Unternehmenskultur: Wie Inklusion Organisationsentwicklung beeinflusst Trends & Regulatorik: Erwartungen an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Tipps für Unternehmen: Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für gelungene Inklusion

Erwähnt in der Folge

Inklusives Recruiting & Talentgewinnung Key Inclusion Assessment (KIA) Barrierefreiheit in Prozessen, Produkten und Services Fakten zur Arbeitsmarktbeteiligung von Menschen mit Behinderungen Strategische Verankerung von Inklusion in Unternehmen Business Case Inklusion (respACT × myAbility)

Unterstützt durch unseren Medienpartner

BUSINESSART – das Wirtschaftsmagazin für Nachhaltigkeit, Innovation und Transformation berichtet über aktuelle Entwicklungen, erfolgreiche Konzepte, innovative Projekte und nachhaltige Gestalter*innen in Unternehmen, Gemeinden und Organisationen. www.businessart.at

Über den Podcast

Sustainable ImpACT erscheint jeden Mittwoch neu und gibt Unternehmen sowie Nachhaltigkeitsvorreiter*innen eine Bühne, um zu zeigen, wie verantwortungsvolles Wirtschaften in der Praxis funktioniert.

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Transkript anzeigen

00:00:13: Geliebte Inklusion als Erfolgsfaktor.

00:00:16: Darüber und mehr unterhalten wir uns heute in einer neuen Folge von Sustainable Impact, dem Podcast von Respect Austrian Business Council for Sustainable Development.

00:00:24: Mein Name ist Max Augersinn und ich freue mich, dass ihr heute wieder mit dabei seid!

00:00:28: Auch in heutigen Folgen werde ich natürlich nicht alleine reden, sondern ich habe mir wieder einen Gast eingeladen – heute eine Expertin zu diesem Thema und das ist Anna Herzoglaux von MyAbility.

00:00:37: Hallo Anna

00:00:38: Hallo Max und erstmal ganz vielen Dank für die Einladung.

00:00:42: Freut mich sehr, heute hier zu sein!

00:00:43: Ja

00:00:43: es freut mich so, dass du heute da bist um ein bisschen zu sprechen über das was ihr macht.

00:00:47: Das ist immer unsere Einstiegsfrage bevor wir wirklich in die Materie einsteigen.

00:00:50: Ist ja ein bisschen so Majabilität.

00:00:51: Vielleicht kennen euch schon ein paar vielleicht ein paar nicht.

00:00:54: Erklär uns doch mal was macht sie?

00:00:56: Was sind so...ja das was euer Unternehmen auch ein bisschen

00:00:59: macht.

00:01:00: Also, zunächst mal MyBility ist ein Sozialunternehmen und ein Social Enterprise mit Sitz in Wien.

00:01:07: Da auch vielleicht ganz kurz zur Erklärung was das ist.

00:01:09: Das kennt nicht jeder!

00:01:11: Wir sind kein Verein, wir sind ein ganz normal gwin-orientiertes Unternehmen.

00:01:15: Aber mit dem Gesellschaftsziel auch eine chancengerechte und barrierefreie Gesellschaft zu schaffen.

00:01:23: Also da wollen wir einfach mit unserem wirtschaftlichen Tun einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

00:01:31: Wie ist das Ganze entstanden?

00:01:35: Die Gründung basiert auf der Notwendigkeit eigentlich Menschen mit Behinderungen sich ganz schwer tun einen Job zu finden und sich bei Jobplattformen einfach kein gezieltes Angebot finden.

00:01:51: Und so ist es gekommen, dass eine inklusive Jobplatform gegründet wurde.

00:01:55: Das war der allererste Schritt noch bevor er es tatsächlich mal Ability gegeben hat.

00:02:00: Und ja, mittert das es dann auch tatsächlich sehr erfolgreich... Man hat aber auch sehr schnell gemerkt, dass es nicht nur diesen Einstieg in einen Jobmarkt braucht und diese mit einer inklusiven Jobplattform getan ist.

00:02:13: Sondern das Unternehmen an ganz vielen unterschiedlichen Stellen eigentlich Beratung brauchen.

00:02:17: Und so ist dann den Fall von dem Jahr zwei Tausend Vierzehn um Ability als Unternehmensberatung gegründet worden.

00:02:22: Mittlerweile sind wir ein Unternehmen mit knapp fünfzig Mitarbeitenden nach der Hälfte davon mit Behinderungen.

00:02:29: also wir haben auch ganz viele Experten in eigener Sache die dazu arbeiten und eine recht breite Produktpalette, die eben reicht von der Jobplattform bis hin zu Trainings.

00:02:42: Es ist ein ganz großer Bereich den wir haben bis hin zur einem Wirtschaftsforum also im Wirtschaftsnetzwerk für Unternehmen und auch Strategieberatung.

00:02:51: das ist der Bereich für den ich verantwortlich bin.

00:02:53: dann höre ich schon auf über das Unternehmen zu sprechen.

00:02:56: Also mein Fokus in Unternehmen Das große Thema Messung von Inklusion, wie inklusiv sind Unternehmen und auf Basis dessen Unternehmen dabei zu begleiten das Thema wirklich strategisch anzugehen.

00:03:10: Und da darf ich eben das Team für Strategie Beratungen verantworten.

00:03:14: Ja,

00:03:14: das ist wirklich eine sehr schöne Sache.

00:03:16: Es ist schon ein bisschen erklärt, dass diese Idee gehabt hat, dass vielleicht auch sowas noch nicht gegeben hat vorher.

00:03:21: Warum ist es doch so notwendig, dass es sowas etwas gibt?

00:03:24: Worauf habt ihr gesehen, dass man das Potenzial gibt, dass wir Menschen mit Behinderung dann mehr inkludieren... Sollte und welche Vorteile bringen Sie auch für Ihr Unternehmen?

00:03:33: Also zunächst mal... ...für Unternehmens ist es sehr wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen aus vielerlei Hinsicht.

00:03:43: Das eine ist natürlich ein Wirtschaftsfaktor, darauf spielst du vielleicht auch an weil wir gerade einen Fact-Shit auch zum Thema für euer Netzwerk verfasst haben.

00:03:53: aber ich möchte eigentlich noch davor anfangen denn Inklusion und Chancengerechtigkeit ist ein Menschenrecht.

00:04:01: Dazu hat sich Österreich gemeinsam mit ganz vielen anderen Ländern auch bekannte Namen der UN-Behindertenrechtskonvention.

00:04:09: Also es sollte eigentlich so sein, dass das aus Prinzip ein wichtiges Thema ist im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit, dem sich Unternehmen widmen um eben einen chancengerechten bei ihrem freien Zugang am Arbeitsplatz zu schaffen.

00:04:27: Das reicht natürlich nicht nur, es gibt auch andere rechtliche Rahmenbedingungen die für Unternehmen wichtig sind.

00:04:33: Es gibt zum Beispiel auch eine Einstellungspflicht in Österreich neben anderen Ländern wo eben Unternehmen auf einer gewissen Größe verpflichtet sind Menschen mit Behinderung einzustellen.

00:04:44: Es geht wiederum um neue rechtlichen Rahmenbedinger im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung wo Unternehmen zu Inklusion als Teil der sozialen Nachhaltigkeit auch berichten müssen.

00:04:57: Es gibt rechtliche Rahmenbedingungen im Bereich der digitalen Barrierefreiheit.

00:05:01: mit dem European Accessibility Act, also aus dieser Richtung, Compliance-Richtung wenn man so will, gibt es ganz viel das Unternehmen dazu bewegen sollte.

00:05:11: aber es ist tatsächlich auch ein wirtschaftlicher Aspekt der mir ganz wichtig ist zu sagen vielleicht gar nicht so sehr in dem reinen Aspekt Business Case.

00:05:22: Also ein Mensch mit Behinderung sollte nie als Business Case eingestellt werden, Menschen mit Behnderungen bringen einfach genauso wie alle anderen.

00:05:33: Tragen sie es um wirtschaftlichen Erfolg von einem Unternehmen bei.

00:05:36: also sind genau so... ganz wertvolle Arbeitskräfte, die ausgezeichnete Ausbildungen haben und einfach genauso wie alle anderen auch zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen.

00:05:49: Was sind Sie ja auch in der Beratung jetzt für Hürden?

00:05:51: Die Firmen haben uns euch Menschen einzustellen.

00:05:53: also warum sind da die Unternehmen eher zögerlich wo du sagst eigentlich viel Potenzial auch da steckt?

00:06:01: Es ist tatsächlich so dass Unternehmen Diverse die Dimension Behinderung neben anderen Dimensionen vielfach nachlässig wird, das wissen wir.

00:06:15: Unternehmen sind schon recht gut dabei zum Beispiel das Thema Frauen zu bearbeiten.

00:06:20: Behinderungen liegt leider recht weit hinten auf der Agenda.

00:06:25: Das liegt unseres Erachtens ganz viel daran dass es noch ganz große Vorurteile in diesem Bereich gibt.

00:06:32: Eins ist das Thema Leistungsfähigkeit.

00:06:34: Also Menschen mit Behinderungen sind nicht so leistungsfähig wie andere, dass aber absolut nicht stimmt, sofern einfach die Rahmenbedingungen passen.

00:06:44: So wie es für alle anderen auch stimmt.

00:06:46: also jeder Mensch hat bestimmte Anforderungen an einen Arbeitsplatz.

00:06:51: genauso hat das auch jemand der eine Behinderung mitbringt und danach muss man fragen und die Rahmen bedingungen halt entsprechend anpassen.

00:06:59: Also das ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema, dass man da einfach in den Köpfen sehr viele Vorbehalte noch da sind.

00:07:07: Dass gerade Führungskräfte die einen extremen Leistungsdruck auch haben, einfach Angst haben Menschen mit Behinderungen in ihr Team aufzunehmen.

00:07:17: und vielleicht auch noch ein nicht unwesentlicher Aspekt Das Bild von einer Person Mitbehinderung Man denkt sehr oft an jemanden der einen Rollstuhl nutzt ist er auch das Pictogramm für Behinderung.

00:07:32: Tatsächlich ist es aber so, dass nur einen ganz kleinen Anteil aller Menschen mit Behinderungen ausmacht.

00:07:40: und Menschen mit Behinderungen per Definition von der UN-Behindertenrechtskonvention sind all jene die Einschränkungen erfahren in ihrem Umfeld, in ihrem Alltag, die Barrieren zu tun haben Und es können genauso Menschen mit chronischen Erkrankungen, beispielsweise einen Menschen mit psychischen Ererkrankungen.

00:08:03: Der Großteil an Behinderungen sind nicht sichtbare Behinderung.

00:08:07: Das wollte ich gerade sagen.

00:08:08: Genau!

00:08:08: Weil das ist ja dann oft der Fall, dass man sich gleich... Man hat so den Prototyp vielleicht ein bisschen in meinem Kopf von wie eine Behinderin aussehen soll quasi aber dass man genau bei solchen Dingen gar nicht sieht.

00:08:19: Genau, und dann ist natürlich oft der Gedanke liegter nahe.

00:08:23: Naja unser Büro hat Stufe vor dem Eingang.

00:08:27: ich kann hier niemand mit Behinderung einstellen weil wir haben keine Rampe.

00:08:32: das so leicht kann man sich da quasi nicht rausreden.

00:08:35: denn ja die Gruppe ist einfach sehr sehr divers und die Anforderungen sind sehr individuell und deswegen kann man nichts zu leicht sagen Wir sind nicht barrierefrei und deswegen können wir jemand anstellen

00:08:48: Das ist ja schon angesprochen worden, auch diese Angst, die dann manchmal Unternehmen haben, solche Leute auch einzustellen.

00:08:54: Wie macht ihr das?

00:08:55: Was man diese Angst doch ein bisschen wegnimmt und sagt, da ist eben... ...das ist nicht dieses große Schreckending!

00:09:00: Wir müssen jetzt alles umändern und es geht gar nicht so unmöglich, dass das alles anzupassen.

00:09:05: Wir machen ganz viele unterschiedliche Maßnahmen.

00:09:08: Ist vielleicht auch wichtig zu sagen, Inklusion ist ein Querschnittsthema.

00:09:12: Man muss an ganz vielen unterschiedlichen Stellen ansetzen.

00:09:15: Wenn es ums Thema Vorbehalte geht, steht natürlich ganz weit oben das Thema Bewusstseinsbildung.

00:09:21: Wir haben ein recht breites Trainingsangebot wo wir wirklich in die Unternehmen reingehen und da aktiv Vorurteile abbauen auch tatsächlich im Austausch mit Expertinnen einer Sache also mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen.

00:09:34: Das zeigt sehr viel Wirkung.

00:09:38: Was wir auch tun, ist darüberhin Ausberührungspunkte schaffen.

00:09:42: Zum Beispiel mit unserem Talent-Programm für Studierende mit Behinderungen, wo wir wirklich Austauschplattformen schaffen und Unternehmen studierende Mitbehinderungen kennenlernen können.

00:09:54: Das hat sich als sehr erfolgreich herausgestellt.

00:09:58: Und jetzt aus meinem Bereich ein Beispiel in der Strategieberatung setzen wir sehr stark dort an das wir sagen... Man muss nicht immer perfekt sein und hundert Prozent Barrierefreiheit.

00:10:13: sollte auf jeden Fall das Ziel sein und unser Anspruch sein, aber ist nicht einfach Aussetzung um inklusiv zu sein.

00:10:20: Und es können ganz viele kleine Maßnahmen sein.

00:10:23: also wir gehen da einfach sehr gerne mit einer kurzen Statusquo-Analyse in ein Projekt.

00:10:29: zum Beispiel schauen uns an was ist schon da?

00:10:31: Was funktioniert schon gut?

00:10:34: Wo sind einfach Stellschrauben wo man ansetzen kann?

00:10:37: um einfach so ein bisschen die Sorge zu nehmen Wenn ich inklusiv sein will, wenn ich barrierefrei sein will dann kostet mich das sehr viel an finanziellen Ressourcen weil ich bauliche Maßnahmen beispielsweise machen muss.

00:10:51: Demi ist eben nicht so.

00:10:52: also es gibt ganz ganz viele andere Dinge wo man auch noch ansetzen kann.

00:10:58: Was schlägt sich denn auch vor für Unternehmen die da komplett am Anfang von ihrem Inklusionprozess stehen?

00:11:02: Die würde ich sagen wir würden das ja nicht umsetzen aber wir haben einfach noch weder das Know-how noch irgendwie die Maßnahmen dass wir starten können.

00:11:11: Wie gehen wir da im besten Fall?

00:11:13: Also für Unternehmen, die wirklich ganz am Anfang stehen empfehlen wir immer eben mit einer Art Status quo-Analyse zu starten.

00:11:21: Das geht sehr einfach und niederschwellig.

00:11:23: man muss da keine große monatelange Analyse machen.

00:11:27: aber es ist einfach ganz wichtig sich das Thema ganzheitlich anzuschauen Und nicht nur zu schauen Warum bewerben sich so wenige Personen mit Behinderungen?

00:11:37: Oder wie kann ich jetzt mich mit Fokus auf Recruiting beispielsweise den Thema annähern, sondern eben zu schauen.

00:11:46: Was machen wir schon da?

00:11:48: vielleicht auch entspannender Aspekt in unseren was wir immer wiedersehen in unseren Analysen.

00:11:54: Unternehmen wissen und mitunter gar nicht was sie schon tun zum Bereich Inklusion bei ihrer Freiheit beiträgt.

00:12:02: Also deswegen lohnt sich es da total, einmal eine ganzheitliche Analyse zu machen... Stichwort Recruiting-Prozesse werden vielleicht schon Dinge angeboten, die auch für Menschen mit Behinderungen einen großen Mehrwert haben.

00:12:16: Man hat es aber quasi noch gar nicht unter diesem Thema berücksichtigt und dann ist das einfach vereinen zu sehen.

00:12:22: Ah schau!

00:12:23: In dem Bereich stehen wir eigentlich schon ganz gut da in diesem Bereich vielleicht noch nicht und dann wirklich gezielt dort Maßnahmen zu setzen wo man einfach noch nichts so einen hohen Reifegrad wie wir's nennen im Bereich Inklusion hat.

00:12:36: Habt ihr da konkrete Servicesprojekte, wo sagt's?

00:12:39: Da setzt sie besonders an oder wo auch sagt zu heilen haben wir auch schon gute Erfolge gefeiert.

00:12:44: Wo ich merkte habt es auch nachher in der Begleitung des Unternehmens Vau das ist wirklich was vorangegangen.

00:12:49: also aus meinem Bereich bei strategischen Beratungs Projekten ist es für mich immer besonders schön zu sehen oder weiß ich sozusagen dass meine Arbeit einen Mehrwert hat wenn ein Unternehmen nach der Zusammenarbeit mit uns wirklich direkt in die Maßnahmen Umsetzung geht.

00:13:07: Dafür ist eben eine Strategieberatung die Basis, dass man nachher genau weiß wo man steht, wo man ansetzen kann und direkt in umsetzung gehen kann.

00:13:14: also wenn dann eben unternehmen das haben wir Gott sei Dank sehr oft direkt danach einen konkreten Plan erstellen, einen Aktionsplan beispielsweise mit einzelnen Maßnahmen die sie umsetzen wollen den auch von oberster Ebene absegnen lassen.

00:13:33: Dann ist das für mich ein extremer Erfolgsfaktor weil ja dann weiß ich dass danach wirklich was passiert.

00:13:40: und vielleicht noch ein anderes Beispiel zu nennen wir begleiten ja halt unsere Produkte mittlerweile auch mit einer Social Impact Analyse.

00:13:47: also wir schauen uns wirklich an welchen Mehrwert erzielen wir bei unseren Kundinnen.

00:13:52: Und im Bereich Trainings zum Beispiel, schauen wir uns wirklich an wie sehr haben die Leute nach einem Training ein besseres Wissen.

00:14:00: Wissen vielleicht selber was sie tun können.

00:14:03: und ein sehr schönes Ergebnis ist dass da eben der Großteil der Teilnehmenden aus unseren Trainings nach einem training besser wissen was sie selber tun können um Inklusion in der eigenen Organisation voranzutreiben.

00:14:17: Das ist doch großartig!

00:14:19: Das ist das Schönste eigentlich dann?

00:14:20: Absolut genau Und so, das ist uns natürlich sehr wichtig gerade als Sozialunternehmer auch einfach darauf zu schauen.

00:14:26: Nicht nur wie ich sage erst mal Output-Zahlen also wie viele Personen nehmen an einem Training teil oder wie lange dort ein Beratungsprojekt sondern welche wirkliche Veränderungen können wir dadurch in den Unternehmen anstoßen?

00:14:42: Natürlich eben hohen einzelnen Personen die dann einfach auch anders... Ich denke an das Blicken und anders ein Wahrnehmen.

00:14:47: Und ich glaube, dass ist auch eine große Vorteile.

00:14:49: Wenn wir jetzt wieder da gehen, gleich anschließend dieses Thema Geliebte Inklusion als Erfolgsfaktor lässt sich die Inklusion auch irgendwie... Ist es messbar in der Form?

00:14:58: Wo ihr sagt, boah!

00:14:59: Das ist jetzt erfolgreich umgesetzt worden.

00:15:00: Dieses Unternehmen setzt erfolgreich auf das.

00:15:02: Ist das ein bisschen schwierig oder wie kann man das sich nehmen oder ansehen?

00:15:07: Danke für die Frage, mein Lieblingsthema.

00:15:10: Messung von Inklusion.

00:15:11: Ja man kann Inklusion messen auch wenn es ein sehr schwer greifbares Konstrukt ist.

00:15:16: Ich möchte aber zuerst vielleicht sagen wie kann man's nicht messen?

00:15:20: Das ist nämlich eine sehr spannende Erkenntnis aus unserem White Paper das wir letztes Jahr auch rausgebracht haben wo wir einen recht großen Datensatz analysiert haben von ganz vielen Unternehmen die wir schon beratet haben.

00:15:34: und ein spannendes Ergebnis war da dass die Quote, also die Anzahl an Menschen mit Behinderungen im Unternehmen der Prozentsatz kein Indikator ist für erfolgreiche Inklusion.

00:15:47: Also es gibt relativ wenig Zusammenhang zwischen der reinen Repräsentanz von Menschen mit Behinderung in einem Unternehmen und im Allgemeinen Inklusionsscore sozusagen.

00:16:00: Unternehmen können eine hohe Quote haben Das heißt aber nicht, dass sie Inklusion ganzheitlich lebensstrategisch angehen und entsprechende Maßnahmen setzen und umgekehrt.

00:16:10: Und das habe ich es eh schon da so ein bisschen mit reingehauen.

00:16:12: was hingegen sowohl Erfolgsfaktoren sind und wo es einen sehr starken Zusammenhang gibt ist das Thema strategische Verankerung.

00:16:21: also inwiefern hat das Unternehmen eine Inklusionsstrategie oder einfach das Thema einer allgemeinen Strategie verankert?

00:16:29: Gibt's auch entsprechende konkrete Ziele auf die man sich geeinigt hat, auf Unternehmensebene und entsprechende Maßnahmen für die Erreichung der Ziele zu denen beitragen.

00:16:41: Das sind Erfolgsfaktoren und da gibt es einen sehr starken Zusammenhang eben auch zum Reifegrad der Inklusion in Unternehmen.

00:16:50: Wie siehst du denn da so ein bisschen den Status quo in Österreich gerade?

00:16:53: bzw.

00:16:54: wie siehst Du auch den Bedarf, merkst Du das Unternehmen sich mehr damit beschäftigen mit dem Thema und dass irgendwie mehr fossieren?

00:16:59: oder wie sieht es da aktuell aus?

00:17:03: Ich sehe auf jeden Fall eine sehr positive Entwicklung aus unterschiedlichen Gründen.

00:17:08: Ein Faktor ist auf jeden fall... Das werdet ihr sicher auch beobachten.

00:17:13: Das Thema soziale Nachhaltigkeit bekommt immer mehr Gewicht und Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit, das ist sehr schön.

00:17:24: Auch im Kontext Nachhaltigkeitsberichterstattung gab es da wirklich eine gute Bewegung auch mit europäischen Nachhaltighetsberichtestattungsstandards – langes Wort!

00:17:35: In denen auch Disability Inclusion also Inklusion von Menschen mit Behinderungen wirklich eingefordert wird.

00:17:43: Also das sind einfach so Treiber ... die das Ganze auch in die Köpfe von Unternehmen bekommen.

00:17:52: Und insofern habe ich das Gefühl, dass das Thema zunehmend mehr am Tisch ist... ...dass Unternehmen auch zunehnend erkennen, dass es eine ganz relevante Zielgruppe ist Mensch mit Behinderungen.

00:18:03: Ich glaube, ich habe es noch nicht gesagt.

00:18:05: Deswegen sage ich erst immerhin sind einer von vier Menschen in Europa leben mit einer Behinderung entsprechend dieser breiten Definitionen, von der ich vorher auch erzählt hab.

00:18:16: also Unternehmen erkennen das zunehmend mehr und passen dann entsprechend auch ihre Angebote an um diese Zielgruppe zu erreichen.

00:18:26: Das ist jetzt vorher auch schon unser gemeinsames Fact-Chit angesprochen und das unserer Netzwerk.

00:18:29: Inwiefern hilft es euch in eurer Arbeit, wenn ihr so ein Netzwerk bei uns bei Respect dabei seid um viele Unternehmen zu erreichen in der Hinsicht?

00:18:36: Und eben auch dieses wichtige Thema klarzumachen und den Unternehmen irgendwie verständlich aufzubereiten?

00:18:43: Also das hilft uns sehr einerseits um die Unternehmen mit unserem Wissen zu erreichen beispielsweise über das Fact-chit dass du gerade angesprochen hast.

00:18:52: also wir sehen uns da auch sehr mit solchen Formaten wie einem Factory, aber auch mit anderen Formaten wo wir auf Veranstaltungen Präsenz etc.

00:19:03: als eine Art Übersetzer zwischen eben diesen menschenrechtlichen Aspekt dem der eigentlich gesetzt sein sollte und... der wirtschaftlichen Relevanz.

00:19:14: und wie kann man das mit Unternehmen gemeinsam in der Wirtschaft umsetzen.

00:19:21: Also dass es uns einfach ganz wichtig da eben in dieser Übersetzerinnenrolle Unternehmen gut erreichen zu können, aber auch umgekehrt tatsächlich also auch von Unternehmen lernen zu können um zu hören was sind die Herausforderungen die Unternehmen beschäftigen?

00:19:36: Welche Bedarfe gibt es da gerade und inwiefern können wir da auch bestmöglich unterstützen?

00:19:42: Ja, uns sicher ein bisschen auszutaschen.

00:19:44: Wenn wir Unternehmen sagen, wir machen das schon seit Jahren und das bringt uns einen Erfolgsfakt vor uns aus, anders sagen wir interessant eigentlich.

00:19:51: Und wie ihr sagt, dass ihr so die Brücke schlägt zwischen, wir erklären euch auch das und machen euch irgendwie oder erklären euch dann wichtige Dinge damit die Filme sich auch besser damit auseinander setzen können

00:20:01: Genau, also gerade das Thema Best Practices ist natürlich in so einem Netzwerk extrem wichtig.

00:20:05: Und gerade bei einem Thema wie unserem wo eben wir schon erwähnt es viele Vorbehalte gibt und man doch ein bisschen zögerlich ins auch Maßnahmen umzusetzen hilft's extrem.

00:20:17: dann Erfolgsgeschichten von anderen zu hören die erzählen Es hat total gut funktioniert.

00:20:23: Wir haben in unterschiedlichen Unternehmensbereichen Menschen mit Behinderungen, wir haben einen offenen Zugang und konnten mit diesen und jenen Maßnahmen das Ganze einfach verbessern und haben dadurch eine gute und produktive Zusammenarbeit im Unternehmen.

00:20:39: Das wird auch ein schöner Weg wenn es so viele wie möglich erreicht!

00:20:42: Was siehst du denn, wenn man ein bisschen so einen Ausblick aufwerft in die Zukunft?

00:20:45: Was würde von eurer Seite euch auch wünschen das vielleicht in Sachen Politikgesellschaft sich tut um diesem Thema noch mehr Bedeutung zu messen.

00:20:54: Also ich würde mir einerseits wünscht dass es noch besser gelingt die Barriere an den Köpfen abzubauen indem einfach der Behinderungsbegriff ein Breiterer wird.

00:21:08: also Einerseits ist es großartig, dass wir auch rechtliche Rahmenbedingungen haben die Stichwort Einstellungspflicht in diese Richtung stark wirken.

00:21:18: Andererseits wird dadurch aber ein sehr enger Begriff von Behinderung gefördert weil einfach in die Einstellungspflicht nur ... Menschen mit ab einem gewissen Grad von Behinderung hineinfallen.

00:21:30: Also ich würde mir einfach sehr wünschen, dass dieser Begriff einfach weiter gedacht wird und ja auch stärker gefördert wird.

00:21:40: das Mitarbeitende offen darüber sprechen können in Unternehmen und einfach offen proaktiv danach gefragt werden was sie brauchen, um gut arbeiten zu können und hat dementsprechend sich wirklich seine vertrauensvolle Kultur aufgebaut wird.

00:21:56: Dass Menschen sich wohlfühlen auch darüber zu sprechen.

00:22:00: Jetzt wenn jetzt jemand zugehört hat im Vortrag und sich denkt, wir würden das jetzt eigentlich auch nicht mehr fussieren?

00:22:04: Was würdest du ihm empfehlen der Person jetzt so tun?

00:22:08: oder wo kriegt man mehr Infos über euch dann an die andere Angebote, die ihr anbietet?

00:22:12: Genau also einerseits... Ist es wichtig zuerst mal vielleicht selbst zu reflektieren, wo stehen wir gerade?

00:22:20: Gab's schon mal irgendwie Aktivitäten in diese Richtung oder stehen wir noch ganz am Anfang.

00:22:26: Wir bieten Unterstützung an unterschiedlichen Punkten der Inklusionsreise wie wir das nennen Also wirklich von Start weg mit einer Statusquo-Analyse und einer Einstufung des ganzheitlichen Reifegrats im Unternehmen bis hin zu ganz punktuellen Maßnahmen, wenn man jetzt beispielsweise sagt.

00:22:49: Wir wissen für uns ist das Thema digitale Barrierefreiheit total wichtig.

00:22:53: wir machen da viel auch in Richtung Kundinnenangebote Website

00:22:58: etc.,

00:22:59: wir möchten da ganz gezielt ansetzen.

00:23:01: dafür gibt es was.

00:23:03: oder wenn eben ein Unternehmen sagt, wir haben gerade einen Fokus auf das Thema Sensibilisierung vielleicht für unterschiedliche Diversitätsdimensionen und wollen da auch ein gezieltes Angebot für Inklusion schaffen.

00:23:16: Also genau... Wenn man es noch gar nicht weiß wo man starten soll dann bitte trotzdem sehr gerne auf uns zukommen und wir versuchen das gemeinsam im Gespräch rauszufinden welches Angebot dann tatsächlich am besten passt.

00:23:29: Ja wunderbar!

00:23:30: Das ist doch ein schöner Abschluss würde ich sagen.

00:23:33: Dann danke ich mir ganz herzlich an, dass du heute dabei warst.

00:23:36: Mit uns über diese sehr wichtige Themen, wie ich finde gesprochen hast.

00:23:39: Vielen Dank für die Einladung.

00:23:41: nochmal!

00:23:41: Ich habe

00:23:42: mich sehr gefreut.

00:23:42: Hat mich sehr gefeuert.

00:23:43: Danke, dass ihr unsere Expertise mit uns geteilt hast.

00:23:45: Heute wo gibt es denn noch weitere Informationen über euch?

00:23:48: Wenn man sich weiter informieren möchte.

00:23:50: Am besten direkt über unsere Website.

00:23:52: Es gibt auch... Ich hab vorher von einem White Paper erzählt, das man sich dort runter laden kann und es gibt ja noch ein zweites White Paper dazu.

00:23:59: Das sind so ein bisschen.

00:24:01: White Paper heißt quasi schon Paper, aber einfach runtergebrochen.

00:24:07: Aber es sind schon mehrere Seiten.

00:24:09: wenn man's ganz kurz und prägnant haben will ist glaube ich das Fact sheet dass wir auch für Respekt erstellt haben sehr hilfreich Und ansonsten über diverse Social Media Kanäle kann man uns auch folgen

00:24:24: Wunderbar!

00:24:25: Dann hoffe ich da sehr viele jetzt auf eurer Seite kommen und sich mit diesem wichtigen Thema beschäftigen weil ich finde wirklich das wirklich sehr gut toll, was ihr macht.

00:24:32: Vielen Dank!

00:24:32: Und ich hoffe das es weiter geht und noch viele die Inklusion auch weiter fördern in ihrer eigenen Unternehmen.

00:24:39: Vielen dank wir freuen uns.

00:24:42: Dann war's das wieder mit der nächsten Folge von Sustainable Impact.

00:24:45: Es hat mich sehr gefreut dass ihr heute wieder mit dabei wart.

00:24:47: wenn Ihr mehr über Respect wissen wollt dann schaut gerne auf unsere Homepage www.respect.at.

00:24:53: da findet ihr alles zu unseren Events Veranstaltungen.

00:24:56: dort findet ihr auf das angesprochene Effect Sheet.

00:24:57: was wir gemeinsam mit der Abilität gemacht haben würde ich natürlich freuen auch euch dann irgendwann in unserem Netzwerk begrüßen zu dürfen.

00:25:05: In diesem Sinne bedanke mich ganz herzlich wieder für Seinschalten und wünsche mir noch einen schönen Tag, bleibt nachhaltig!

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